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Gold Preis – Wissenswertes im Überblick

CoinInvest hat für Sie die wesentlichen Fakten zum Gold Preis zusammengefasst: Hier erfahren, auf welches Gewicht sich der Gold Preis üblicherweise bezieht, wo Gold gehandelt wird, welche Kursschwankungen im Tagesverlauf zu erwarten sind und wie die Goldpreisentwicklung seit 1971 verlaufen ist. Darüber hinaus erklären wir Ihnen, welche Kosten im Preis für Goldmünzen und Goldbarren enthalten sind.

Gold Preis – die Feinunze als typische Gewichtseinheit

Der Gold Preis kann für verschiedene Gewichtseinheiten angegeben werden. Sofern Sie einfach nur vom Gold Preis ohne einen spezifizierenden Zusatz lesen, ist damit meist der Preis für eine Feinunze Gold gemeint. Die Feinunze – international auch als troy ounce bezeichnet – entspricht 31,1034768 Gramm Gold. In einem Kilo Gold sind 32,1507466 Feinunzen des Edelmetalls enthalten.

Gold Preis in Dollar und Euro

Der Gold Preis wird normalerweise in Dollar angegeben, da Gold an den internationalen Märkten in der US-amerikanischen Währung bezahlt wird. Der Gold Preis in Euro ist auf vielen deutschen Finanzwebseiten als zusätzliche Anzeigeoption wählbar. Wenn Sie den Gold Preis in Britischem Pfund, Japanischem Yen, Schweizer Franken oder einer anderen Währung in Erfahrung bringen möchten, können Sie einfach den aktuellen Gold Preis in Dollar in einen Währungsrechner online eingeben.

Gold Preis – Spot Preis, Gold Fix und Futures Preise für Gold

Am Spot- oder Kassamarkt wird Gold gehandelt, das innerhalb von zwei Tagen geliefert werden muss. Der Spotmarkt ist überwiegend ein außerbörslicher Markt. Hier werden die größten Mengen Gold ge- und verkauft. Das Aufgeld für Goldmünzen und Goldbarren (siehe auch unten), bezieht sich in der Regel auf den Spot Preis. Als weltweite Referenz für den Spotmarkt gilt der zweimal pro Tag im Londoner Gold Fixing festgelegte Kurs. Dieser Gold Preis wird von mehreren internationalen Banken vereinbart. Ebenfalls große Beachtung finden die Preise für Gold-Futures an der Warenterminbörse COMEX in New York.

Gold Preis – Schwankungen im  Tagesverkauf

Der Gold Preis im weltweiten Spot Handel ändert sich fortlaufend, sodass Schwankungen innerhalb eines Tages ganz selbstverständlich zur Goldpreisentwicklung dazu gehören. An ruhigen Handelstagen liegen die Schwankungen normalerweise unter 1 %. Schwankungen von 2% oder auch 3% kommen gelegentlich vor. Die Schwankungsintensität oder Volatilität kann in Ausnahmenfällen aber auch deutlich höher liegen. Ein extremes Beispiel hierfür war der Preissturz im April 2013. Vom Freitag, dem 12.4 bis zum Dienstag dem 16.4 dieses Jahres reduzierte sich der Goldpreis um 12%.

Gold Preis – langfristige Entwicklung seit 1971

Bis 1971 garantierten die USA den Zentralbanken in aller Welt den Umtausch von Dollar-Reserven in Gold. Der Umtauschkurs war auf 35 Dollar je Feinunze festgesetzt und der Dollar zumindest als grundsätzlich goldgedeckte Währung konzipiert. Allerdings war die unzureichende Deckung schon in den 60er Jahren ein mehr oder weniger offenes Geheimnis. Mit der einseitigen Kündigung der Konvertierbarkeit seitens der USA verlor der Gold Preis 1971 dann offiziell seinen wichtigsten Anker und die Preisentwicklung wird seitdem von Angebot und Nachfrage bestimmt.

In den von wirtschaftlicher Unsicherheit und hohen Inflationsraten geprägten 70er Jahren stieg die Nachfrage nach Gold und damit der Gold Preis steil an. Im Januar 1980 kostete die Feinunze Gold schließlich 850 Dollar. Dieser Preis markierte zugleich das Ende des Bullenmarktes, das vor allem durch eine radikale Änderung der Zinspolitik in den Vereinigten Staaten herbeigeführt wurde. Die Leitzinsen in den USA lagen 1980 bei knapp 20%. 10-jährige US-Anleihen wurden mit 15% verzinst und die inflationsbereinigte Rendite für die festverzinslichen US-Papiere lag bei 10%.

Es folgte ein knapp zwei Jahrzehnte andauernder Bärenmarkt beim Gold, in dem die Zinsen zwar wieder fielen, Anleihen aber im Vergleich zum heutigen Niveau immer noch eine attraktive Rendite generierten. Die Aktienmärkte boomten und absorbierten das Kapital der Investoren. Zugleich verkauften die Zentralbanken regelmäßig Gold, das sie in den 50er und 60er Jahren akkumuliert hatten.

1999 erreichte der Gold Preis mit nur noch 252,80 Dollar den Tiefststand der Baisse. Zu diesem Zeitpunkt war das gelbe Edelmetall als Investment im Grunde tot. Fast niemand wollte Gold kaufen. Fast niemand rechnete mit der ab 2001 einsetzenden langjährigen Aufwärtsbewegung, die im September 2011 bei 1896.50 Dollar für eine Feinunze Gold ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte: eine Performance von über 650% in zwölf Jahren.

Mehrere Faktoren hatten diesen historischen Bullenmarkt ermöglicht. Die Hausse der Aktienmärkte endete um die Jahrtausendwende und hielt viele Investoren für einige Jahre von Aktien fern. In der Mitte des letzten Jahrzehnts wurden dann erstmals börsengehandelte Fonds oder ETFs aufgelegt, die Gold neuen Käuferschichten zugänglich machten. Nach der großen Finanzkrise 2008 erwachten schließlich Inflationsängste, als die Federal Reserve und andere Notenbanken die Leitzinsen auf historisch niedrige Niveaus absenkten und mit den Ankaufprogrammen von Anleihen begannen, die als quantitative easing oder quantitative Lockerung in die Geschichte der Finanzmärkte eingegangen sind. Gold wurde in dieser Zeit verstärkt als sicherer Hafen wahrgenommen. Darüber hinaus sprangen immer mehr spekulativ orientierte Anleger auf den Zug der steigenden Goldpreisentwicklung auf und auch die Zentralbanken befanden sich ab 2010 wieder mehrheitlich auf der Käuferseite.

Als sich die Inflationsängste bis 2011 nicht bewahrheitet hatten und zugleich die zusätzliche Liquidität der Notenbanken den neuen, im Jahr 2009 begonnenen Bullenmarkt der Aktien  immer stärker beflügelten, trennten sich viele Investoren wieder von Ihren Goldbeständen und leiteten eine ausgedehnte Korrekturphase beim Gold Preis an, die bis zum heutigen Tag noch nicht beendet ist.

Gold Preis für Münzen und Barren

Dem Preis für Goldbarren und Bullion- beziehungsweise Anlagemünzen aus Gold liegt immer der aktuelle Goldpreis zugrunde. Hinzu kommt ein in der Regel sehr niedriges Agio oder Aufgeld. Dieses Aufgeld deckt die Kosten für die Prägung / Herstellung sowie die anfallenden Transport- und Lagerungskosten und auch die Gewinnmarge des Goldhändlers ab.

Im Vergleich zu allen anderen Edelmetallprodukten hält sich das Aufgeld aber in engen Grenzen. Aufschläge von 5% oder mehr sind nur für sehr kleine Stückelungen üblich. Für 1 oz Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker und ebenso für Goldbarren mit 1 oz Feingewicht oder mehr zahlen Sie im Online-Shop von CoinInvest in aller Regel einen deutlich geringeren Aufschlag auf den Gold Preis. Mehrwertsteuer wird beim Kauf von Anlageprodukten aus Gold erfreulicherweise grundsätzlich nicht fällig.

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