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Gold Preise

Gemeinhin ist zwar von dem Goldpreis die Rede, doch tatsächlich gibt es nicht nur einen, sondern zahlreiche Gold Preise. CoinInvest stellt Ihnen die wichtigsten Gold Preise vor und skizziert die historische Goldpreisentwicklung seit 1971. Darüber hinaus erklären wir Ihnen, woraus sich die konkreten Preise für Goldmünzen und Goldbarren zusammensetzen.

Gold Preise – der Spotpreis für Gold

Der Spotpreis für Gold ist in der Regel der gemeinte, wenn von „dem Goldpreis“ gesprochen wird. Das charakteristische Merkmal eines Spotpreises ist die zweitägige Lieferfrist für das gehandelte Gut. Der Spotmarkt für Gold ist überwiegend ein Over-the-Counter-Markt oder OTC-Markt. Das bedeutet, dass die Handelspartner wie Banken ihre Geschäfte nicht über eine Börse oder einen anderen zentralen Handelsort abwickeln, sondern den Preis außerbörslich direkt miteinander vereinbaren. Der Spothandel findet annähernd rund um die Uhr statt, sodass sich auch der Spotpreis für Gold permanent ändert. Der Goldpreis wird dabei ebenso wie die meisten anderen Gold Preise für eine Feinunze (international: troy ounce) Gold festgesetzt. Die Feinunze ist ein historisches Überbleibsel des britischen Troy-Gewichtssystems. Sie entspricht ca. 31,103 g und findet außerhalb des Edelmetallhandels heute keine Anwendung mehr.

Gold Preise – das London Gold Fixing

Gold Fixing oder Gold Fix wird eine Art der Preisbestimmung genannt, die in der britischen Hauptstadt bereist seit 1919 praktiziert wird. Wie die Bezeichnung bereits nahelegt, werden diese Gold Preise nicht im fortlaufenden Handel ermittelt, sondern festgesetzt und zwar durch die Vertreter von mehreren dafür autorisierte Banken beziehungsweise durch einen Vorsitzenden innerhalb dieses Personenkreises.

Diese Banken sind selber Käufer und Verkäufer von Gold und führen darüber hinaus Kauf- und Verkaufsaufträge für ihre Kunden durch. Der konkrete Kurs beim Fixing richtet sich nach dem Preis, bei dem sich das Volumen der Käufe und Verkäufen die Waage hält. Das einmal vormittags und einmal nachmittags stattfindende Gold Fixing ist nicht nur für diejenigen relevant, die direkt oder mittelbar an den Transaktionen beteiligt sind. Der festgesetzte Kurs gilt als die wichtigste Referenz für den Spotmarkt und weitere Gold Preise in aller Welt.

Gold Preise – Futures-Handel an der COMEX

Anders als am Spotmarkt findet die Auslieferung des Goldes an Futures-Märkten nicht binnen zwei Tagen sondern zu einem festgesetzten Zeitpunkt in der Zukunft statt. Es werden zur selben Zeit Futures mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten gehandelt. Die CMOEX in New York ist die wichtigste Warenterminbörse für Gold-Futures.

Die physische Auslieferung von Gold ist an den Futures-Märkten nicht zwangsläufig und kommt an der COMEX sogar nur in der Minderzahl der Fälle vor. Meist werden einfach Geldbeträge zwischen den Handelspartnern ausgetauscht. Kauft A einen Future von B und liegt der Spotpreis für Gold über dem gezahlten Preis, wenn der Future ausläuft, dann zahlt B die Differenz an A. A hat also einen Gewinn gemacht. Wenn A den Future jedoch nicht kauft sondern short geht, ihn also leerverkauft, hätte er im obigen Beispiel einen Verlust gemacht.

Regionale Gold Preise

Während der Spotpreis, das Gold Fixing und die Gold Preise für Futures von überregionaler Bedeutung sind, gibt es auch Gold Preise, die eher regionalen oder nationalen Charakter haben. Typische Beispiele hierfür sind die Gold Preise im indischen Mumbai, Indien und Shanghai, China. Die international geringe Bedeutung dieser Gold Preise steht in deutlichem Widerspruch zur Bedeutung, den diese beiden Länder für den physischen Goldmarkt tatsächlich. China ist der weltgroße Importeur von Gold und Indien hatte den Spitzenplatz bis 2013 inne. Das in der Regel höhere Preisniveau in beiden Ländern ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Regierungen die Goldimporte kontrollieren und im Fall von Indien bisweilen sogar bewusst zu reduzieren versuchen. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschiebt sich dadurch zuungunsten des Angebots und höhere Gold Preise sind die direkte Folge.

Gold Preise für Goldmünzen und Goldbarren bei CoinInvest

Die Gold Preise für Barren und Anlegemünzen aus Gold richten sich nach dem aktuellen Spotpreis. Auf diesen Spotpreis wird ein geringes Aufgeld oder Agio aufgeschlagen, das die Präge- beziehungsweise Herstellungskosten, die Transport- und Lagerungskosten und ebenso die Gewinnmarge des Goldhändlers abdeckt. Dabei können Sie sich an der Faustregel orientieren, dass bei Goldmünzen die Ausgaben mit einem Gewicht von einer Feinunze relativ zum Goldgehalt am günstigsten sind, während bei Goldbarren das Aufgeld vom winzigen 1-g-Barren bis hin zum 1-kg-Barren tendenziell abnimmt. Diese Regel für Goldbarren muss nicht zu jedem Zeitpunkt für jede erhältliche Zwischengröße zutreffen. So kann zum Beispiel ein 250-g-Barren im Verhältnis zum Gewicht auch einmal genauso viel kosten wie ein 100-g-Goldbarren.

Wir empfehlen Ihnen deshalb beim Einkauf in unserem Online-Shop die verschiedenen Barren und Münzen und deren jeweilige Gewichte und Preise gezielt miteinander zu vergleichen. Als Hilfestellung hierfür kennzeichnen wir besonders günstige Angebote für Sie auch in den Preisübersichten mit einem „Special“.

Historische Gold Preise

Die moderne Goldpreisentwicklung begann 1971. Damals kündigten die USA die Konvertierbarkeit von Dollar in Gold auf und läuteten damit das Ende des Bretton-Woods-Systems ein, in dem der Preis für eine Feinunze Gold bei 35 Dollar festgesetzt war. In den 70er Jahren folgte ein rasanter und von hohen Inflationsraten befeuerter Bullenmarkt, der im Januar 1980 bei einem Gold Preis von 850 Dollar endete. Es folgten gut zwei Jahrzehnte fallender oder stagnierender Goldpreise. Die Realverzinsung für Anleihen war vergleichsweise attraktiv und darüber hinaus zog die große Aktienhausse das Geld der Investoren an. Nicht umsonst war 1987, das Jahr des großen Börsencrashs, zugleich das beste Jahr für den Goldpreis in seiner gesamten langgezogenen Baisse.

Um die Jahrtausendwende dreht sich das Blatt. Die Aktien verloren von 2000 bis 2003 massiv an Wert und Gold begann in dieser Zeit einen Anstieg, der sich schließlich mit der Hausse der 70er Jahre messen lassen konnte. Die Gold Preise steigen vom Tiefstkurs 2001 bei 255,9 Dollar bis zum Allzeithoch 2011 bei 1.908,75 Dollar in jedem einzelnen Jahr. Selbst 2008, der Höhepunkt der großen Finanzkrise, bildete keine Ausnahme. Obwohl die Gold Preise vom Hoch im März bis zum Tief im Oktober gut 30% einbüßten konnte das Edelmetall das Gesamtjahr mit einem Plus abschließen. Nach dem Allzeithoch von 2011 traten die Gold Preise dann in eine Konsolidierungsphase ein, die bis heute anhält, während die Aktienmärkte ab 2013 wieder neue Höchststände markierten.

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