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Goldpreis 585 – Fakten und Tipps für den Goldverkauf

Der Goldpreis 585 ist der Preis für Gold mit einer Feinheit von 585 Promille oder 585 Goldanteilen von 1000. Diese vor allem bei der Schmuckherstellung verwendeten Goldregierungen werden entweder als Gold 585, als 585er Gold oder auch als 14 Karat Gold bezeichnet. CoinInvest erklärt Ihnen, wie Sie den Goldpreis 585 genau berechnen können und welche Aspekte beim tatsächlichen Verkauf eines Schmuckstücks aus 585er Gold noch von Bedeutung für den Preis sind.

Goldpreis 585 berechnen

Um den Goldpreis 585 in Erfahrung zu bringen, müssen Sie zunächst den Preis für reines Gold kennen, den Sie auf diversen Finanzwebseiten angezeigt bekommen. Dieser Preis bezieht sich auf eine Feinunze oder ca. 31.103 g Gold.

Wiegen Sie als nächstes Ihr Schmuckstück aus Gold 585. Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich überhaupt um 585er Gold handelt, prüfen Sie die Punzierung: eine kleine Markierung auf dem Schmuckstück, die sich meist an unauffälliger Stelle befindet.

Nehmen wir an, der aktuelle Goldpreis in Euro pro Feinunze liegt bei 1.000 Euro. Mithilfe dieses Preises berechnen Sie den Goldpreis in Euro pro Gramm. Er beträgt 1000/31,103 = 32,15 Euro. Ihr 10 g schweres Schmuckstück aus 585er Gold hat einen Goldanteil von 10/1000*585 = 5,85 g. Folglich beträgt der Goldpreis 585 in diesem Beispiel 32,15*5,85 = 188,08 Euro.

Bedeutung der Legierungsmetalle für den Goldpreis 585

Der reine Goldpreis 585 im engeren Sinne bezeichnet noch nicht notwendigerweise den vollständigen Materialwert Ihres Schmuckstücks. Ein fairer Goldankäufer zahlt Ihnen nicht nur die 585 Masseanteile Gold, sondern auch alle anderen enthaltenen Edelmetalle. Unedle Metallbestandteile werden hingegen grundsätzlich nicht vergütet, was aber angesichts des sehr geringen Materialwerts praktisch nicht ins Gewicht fällt.

Zu den Edelmetallen, die in 585er Gold enthalten sein können, gehören das relativ preiswerte Silber und das wesentlich teurere Palladium. An unedlen Metallen können Kupfer und Nickel enthalten sein.

Je nachdem, welche Legierungsmetalle für Ihr Gold 585 verwendet wurden, erhält das Schmuckstück eine unterschiedliche farblicher Ausprägung. Eine rotgoldene Farbe spricht für einen hohen Kupferanteil. Silber kann in diesem Rotgold in allerdings geringen Mengen ebenfalls enthalten sein. Der Goldpreis 585 im engeren Sinne und der vollständige Edelmetallwert oder Goldpreis 585 im weiteren Sinne sind hier also identisch oder liegen relativ dicht beieinander.

Hat der Schmuck eine stark ins Gelbliche gehende Farbe, sind vermutlich ebenfalls Kupfer und Silber enthalten. Der Silberanteil liegt beim Gelbgold höher als beim Rotgold, weshalb diese Legierung tendenziell ein wenig wertvoller ist.

Beim Weißgold ist eine Schätzung der enthaltenen Edelmetalle mit dem bloßen Auge nicht möglich, denn die weißliche Farbe kann sowohl durch Nickel (nicht vergütet), Silber (günstig) oder auch Palladium (deutlich teurer) hervorgerufen werden.

Preisverhältnisse von Gold, Silber und Palladium

Die folgenden Ratios vermitteln Ihnen einen ungefähren Eindruck der Preisverhältnisse von Gold, Silber und Palladium. Sie spiegeln den Stand der Dinge am 21. Dezember 2013 wieder und sind fortwährenden sowie langfristig starken Schwankungen unterworfen.

  • Gold-Silber-Ratio: ca.62 (Gold ist 62-mal so teuer wie Silber)
  • Gold Palladium-Ratio: ca. 1,72 (Gold ist 1,72-mal so teuer wie Palladium)
  • Palladium-Silber-Ratio: ca. 36 (Palladium ist 36-mal so teuer wie Silber)

Sie können die tagesaktuellen Preisverhältnisse ermitteln, indem Sie den Preis des erstgenannten Edelmetalls der Ratio durch den Preis des zweitgenannten Edelmetalls teilen.

Goldpreis 585: Tipps beim Verkauf von Goldschmuck

Wenn Sie Schmuck aus Gold 585 verkaufen wollen, sollten Sie sich zunächst vom Ankäufer bestätigen lassen, dass er in der Lage und bereit ist, eine quantitative Analyse der enthaltenen Metalle durchzuführen und Ihnen das Ergebnis zur Verfügung zu stellen. Bei Scheideanstalten ist dieses Vorgehen gängige Praxis.

Sobald Ihnen die konkreten Edelmetallgewichte vorliegen, können Sie diese mit den tagesaktuellen Preisen vergleichen. Sie müssen aber damit rechnen, dass auch ein fairer Ankaufpreis ein wenig unter den addierten Preisen für Gold und gegebenenfalls Silber und Palladium liegt. Abweichungen von deutlich mehr als 10% sollten Sie jedoch nicht hinnehmen.

Es kann bei sehr altem oder aufwändig gearbeitetem Schmuck auch sinnvoll sein zu prüfen, ob der Marktwert des konkreten Schmuckstücks nicht deutlich über dem aktuellen Goldpreis 585 liegt. Es empfiehlt sich in diesem Fall, einen Juwelier – oder besser noch: mehrere Juweliere – zu konsultieren, am besten, ohne erkennen zu lassen, dass Sie Ihren Schmuck verkaufen möchten.

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