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Goldpreis Feinunze – diese Fakten sollten Sie kennen

Der Goldpreis Feinunze ist der mit Abstand wichtigste und meistgenutzte Preis für Gold. Er wird beim Spot- und Futures-Handel genutzt und ebenso für das Londoner Gold-Fixing verwendet. Beim Kauf von Goldmünzen und Goldbarren dient der Goldpreis Feinunze als Basis für den Produktpreis. CoinInvest erklärt Ihnen den Goldpreis Feinunze genauer.

Goldpreis Feinunze im internationalen Handel

Eine Feinunze entspricht exakt 31,1034768 Gramm. In einem Kilogramm Gold sind 32,150743126506 Feinunzen enthalten und in einer Tonne 32.150,743126506 Feinunzen. Die üblichen Abkürzungen für die Feinunze sind „oz“ und „oz.tr“. Die internationale Bezeichnung für die Feinunze lautet „troy ounce“.

An allen Goldmärkten von überregionaler Bedeutung wird der Goldpreis als Goldpreis Feinunze ermittelt. Die wichtigsten Goldpreise sind die im Londoner Goldfixing, im außerbörslichen Spot-Handel und im Futures-Handel an der COMEX festgelegten Goldpreise.

Londoner Gold-Fixing: Hier wird der Goldpreis Feinunze von mehreren internationalen Großbanken in einer Telefonkonferenz festgelegt. Das Gold-Fixing findet zweimal täglich statt. Das Fixing am Vormittag beginnt um 10.30 Uhr und das Fixing am Nachmittag um 15.00 Uhr Londoner Zeit.

Spot-Markt: Der Begriff „Spot“ bezeichnet eine Zahlungs- beziehungsweise Liefervereinbarung mit einer Frist von zwei Tagen. Der Spot-Handel mit Gold ist ein außerbörslicher Handel. Der Goldpreis Feinunze wird also direkt zwischen Käufern und Verkäufern ausgemacht. Kleinanleger haben zum Spot-Handel keinen direkten Zugang. Hier sind ausschließlich finanzstarke Marktteilnehmer wie Zentralbanken, Minengesellschaften, große Münzhandelsgesellschaften oder Juwelierketten aktiv. Auf den Spot-Handel entfällt der weit überwiegende Teil des internationalen Goldhandels.

COMEX: Die COMEX (Commodity Exchange) gehört zur NYMEX (New York Mercantile Exchange), die sich wiederum im Besitz der CME Group befindet, einer der weltgrößten Börsenbetreiber. An der COMEX werden Warenterminkontrakte auf Gold, sogenannte Futures gehandelt. Die wichtigsten Kennzeichen von Futures sind Zahlung und Lieferung zu einem festgesetzten Zeitpunkt in der Zukunft (daher der Begriff „Future“).Tatsächlich ist aber die Lieferung von Gold beim Futures-Handel heute eher die Ausnahme als die Regel.

Größtenteils werden Long- oder Shortpositionen auf Gold nur spekulativ eröffnet. Der Käufer (Verkäufer) möchte also gar kein physisches Gold erwerben (verkaufen), sondern hofft lediglich, von einem steigenden (fallenden) Goldpreis Feinunze zu profitieren. Die Realisierung von Gewinn und Verlust finden durch einen einfachen Ausgleich der Cash-Positionen zwischen Käufer und Verkäufer statt. Aufgrund der vergleichsweise geringen Bedeutung von physischem Gold hat sich der Spitzname „Papiergold“ für die Gold-Futures eingebürgert. Manche Kritiker bemängeln die verzerrende Wirkung, die der Futures-Handel auf den Goldpreis Feinunze hat.

Goldpreis Feinunze für Barren und Münzen

Der Goldpreis Feinunze beziehungsweise der Spot-Preis für Gold bildet die Basis für die Preise von Goldbarren und Goldmünzen, die Sie im Online-Handel kaufen können. Die Differenz zwischen dem Goldpreis Feinunze und dem Barren- beziehungsweise Münzpreis bezeichnet man als Agio, Aufpreis oder Aufgeld.

Beil Goldbarren und Anlagemünzen aus Gold ist dieses Agio sehr niedrig und auch der Spread, also die Differenz zwischen den Ankaufskursen und den Verkaufskursen der Goldhändler, hält sich in sehr engen Grenzen. Aus diesem Grund ist physisches Gold für Privatanleger mit langfristigem oder mitmittelfristigem Anlagehorizont gut handelbar. Lediglich bei wirklich kurzer Investitionsdauer von wenigen Wochen oder Monaten sollten Sie in Erwägung ziehen, auf die börsengehandelten Goldprodukte wie ETFs (Goldfonds) zurückzugreifen. Der Futures-Handel mit Gold ist für Kleinanleger ebenfalls möglich. Allerdings ist das Verlustrisiko hoch und das Spekulieren an Terminbörsen ohne hinreichende Sachkenntnis nicht zu empfehlen.

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