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BREXIT

Brexit: Die Crash-Abwehr läuft auf Hochtouren

Brexit. Das britische Referendum rückt näher. Und die Märkte werden angesichts der drohenden Folgen eines Alleingangs Großbritanniens immer nervöser. Sichere Häfen wie Gold und Silber steigen auf der Beliebtheits- wie auf der Preisskala. Auch die ETFs verbuchen unverändert hohe Zuflüsse. Am vergangenen Freitag verzeichneten sie Bestände in Höhe von mehr als 52 Millionen Unzen und damit so viel wie seit November 2013 nicht mehr. Die Unsicherheit im System ist groß, schließlich würde ein Brexit zumindest kurzfristig zu schweren Verwerfungen auf den Aktien- und Devisenmärkten führen. Edelmetalle jedoch würden weiter zulegen.

Dieser Trend ist bereits heute zu erkennen. Während reine Industriemetalle wie Kupfer, Nickel und Aluminium aufgrund der Brexit-Sorgen zuletzt unter Druck gerieten, konnte sich Silber, dank seiner zweiten Rolle als Anlagemetall, gegen den negativen Trend stemmen. Dass auch Silber in Krisen gefragt ist, zeigt uns die Historie. Vor dem Platzen der US-amerikanischen Hypothekenanleihenblase 2008 belief sich die weltweite Silbernachfrage noch auf 56 Millionen Unzen. Wenige Monate später vervierfachte sich diese nahezu auf 192 Millionen Unzen. Und diese Tendenz hält bis heute an. 2009 und 2012 noch leicht rückläufig, zog die Nachfrage bis 2015 wieder kräftig auf 292 Millionen Unzen an – sechsmal so viel wie noch vor dem Zusammenbruch der Großbank Lehman Brothers.

Die britische Zentralbank Bank of England bereitet sich bereits konzentriert auf einen Brexit vor. Sie stellte nach Informationen von finanzen.net eine Task Force unter dem Namen „Project Bookend“ zusammen, um einen Notfallplan für den kommenden Freitag, den 24. Juni 2016 zusammenzustellen. Er soll im Falle eines wirtschaftlichen Einbruchs in Folge des britischen EU-Ausstiegs die Geldschleusen öffnen. Die Zentralbanker warnen vor einem Investitionsstau und 800.000 gefährdeten Arbeitsplätzen.

Und auch in Deutschland erkennen die Bürger mehr und mehr den Wert der Edelmetalle. Jeder zweite auf dem europäische Kontinent verkaufte Goldbarren findet mittlerweile bereits einen Platz in deutschen Tresoren. Und zwei Drittel aller Deutschen sind aufgeschlossen gegenüber Gold und Silber. 63 Prozent der Bürger, die 2016 noch in Edelmetalle investieren wollen, zielen auf Investments im Wert von 1.000 Euro und mehr ab. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage des renommierten Forschungsinstituts TNS Emnid. Die Forscher befragten 3.001 volljährige Personen zu ihren Motiven beim Kauf von Gold und Silber.

Besonders gold- und silberaffin zeigten sich die Bürger aus Bremen, Leipzig und Freiburg. Sie wissen, was die Stunde geschlagen hat.

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