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BREXIT

Brexit: Steigende Goldnachfrage

Angst geht um in Europa. Angst vor einem Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Die „Sun“ warb am gestrigen Montag auf ihrem Titelblatt energisch für den Brexit: „Dies ist unsere letzte Chance, uns von der undemokratischen Brüsseler Maschine zu befreien. Es ist Zeit, die Gelegenheit zu nutzen.“ Vor allem die Börsen zittern angesichts des wankenden Staatenbundes. Deutsche Blue Chips wie Daimler, Volkswagen und Bayer mussten in den letzten Monaten Kurseinbrüche zwischen 40 und 52 Prozent hinnehmen.

Derweil steigt in Großbritannien die Nachfrage nach Edelmetallen. Dortige Händler berichten von Verkaufssteigerungen im zweistelligen Prozentbereich innerhalb weniger Tage.

Doch die Europäische Zentralbank unternimmt bereits viel, um das Papiergeld zu stützen. Da alle Laufzeiten deutscher Staatsanleihen bis zu fünfeinhalb Jahren bereits eine Negativrendite aufweisen, die unter dem Einlagesatz der EZB von -0,4 Prozent liegen, kann die EZB diese aufgrund der eigenen  Regularien nicht mehr kaufen. Sie geht also dazu über, Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit aufzukaufen, was auch deren Rendite nach unten drückt. Dementsprechend rutschte auch die 10-jährige deutsche Bundesanleihe vor kurzem erstmals ins Zinsminus.

Außerhalb der EU wappnet man sich bereits für Schlimmeres. Nach aktuellen Daten des World Gold Council stockte die russische Zentralbank ihre Goldbestände im April abermals auf – diesmal um 16,24 Tonnen. China erwarb im gleichen Zeitraum zusätzliche 10,89 Tonnen Gold. Die Türkei, Kasachstan sowie die Mongolei und Mexiko zogen ebenfalls nach.

Dies alles sind aktuelle Entwicklungen, die den US-amerikanischen Edelmetallexperten Gary Christenson an langfristig sehr ambitionierte Goldpreisziele glauben lassen. Der Autor des Buches „Gold – 10.000 Dollar?“ entwickelte ein mathematisch-empirisches Goldmodell, mit dem er auf Grundlage von harten Fakten wie Inflation, Staatsschulden, Ölpreis und Aktienkursentwicklungen den Goldpreis bis zum Jahr 2021 prognostizierte.

Genauso wie er ist auch Paul Singer, Gründer und CEO des Hedgefonds Elliott Management Corporation, sehr bullish gegenüber Gold eingestellt. Er sagte zuletzt: „Gold ist Anti-Papiergeld und es ist bei Investoren weltweit  unterrepräsentiert.  Wir sind sehr skeptisch, was die Märkte angeht. Wir sichern jede Aktienposition ab. Wir haben keine Lust, überrascht zu werden und eine große Menge an Geld zu verlieren“.

Haben Sie sich auch schon abgesichert?

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