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Geld bleibt billig

Geld bleibt billig: Die Big Player reagieren

Die Märkte reagierten alles andere als positiv. Am 25. und 26. April berieten sich die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) der US-Zentralbank Fed und stellten klar, dass eine Zinserhöhung am 15. Juni 2016 „wahrscheinlich angemessen“ sei – vorausgesetzt, die US-Konjunkturdaten werden sich im zweiten Quartal 2016 verbessern. Diese kleine Drohkulisse ist nachzulesen im gestern veröffentlichten Protokoll der Sitzung. Und der Bericht zeigte bereits Wirkung, vor allem mit Blick auf die Fed Fund Futures, die sprunghaft zulegten.

Doch wie bedrohlich ist eine solche Ankündigung angesichts der Schuldenmisere in den USA wirklich? Würde nicht die Regierung selbst in allerhöchste Not geraten, wenn die Kosten ihrer Schuldenlast anstiegen?

Seit Monaten kündigt die Fed regelmäßig neue Zinserhöhungen an. Aber sie kommen nicht. Der letzte Minizinsschritt war keine wirkliche Wende. Warum auch? Schließlich ergeben sich derzeit keine guten Gründe für einen solchen Umbruch. Vor einigen Wochen schon prognostizierte Hedgefondsmanager Jim Rogers eine Rezessionswahrscheinlichkeit in den USA von 100 Prozent für die kommenden zwölf Monate. Oft lag die Investorenlegende bislang noch nicht daneben.

In eine ganz ähnliche Richtung gehen derzeit auch die Vermutungen der Großinvestoren. So investierte zuletzt BlackRock, der weltweit größte private Vermögensverwalter insgesamt mehr als eine Milliarde US-Dollar in den SPDR Gold Trust und wurde damit zum größten Anteilseigner des weltgrößten Goldfonds. 10,3 Millionen Anteile an dem ETF im Wert von 1,26 Milliarden US-Dollar gehören nun BlackRock.

Und auch andere Big Player haben kräftig aufgestockt. JP Morgan erwarb 2,7 Millionen, Bank of America  1,95 Millionen und Goldman Sachs zwei Millionen Anteile. Die physischen Bestände des SPDR Gold Trust stiegen von Januar bis März 2016 um 176 auf 819 Tonnen.

Und auch Silber ist weiterhin sehr beliebt. Der weltgrößte Silber-ETF iShares Silver Trust baute seine Bestände nach Informationen der US-Börsenaufsicht SEC weiter aus. Um 282 auf 10.344 Tonnen wurden die physischen Bestände zwischen Januar und März 2016 erhöht.

In Zeiten billigen Geldes kommt es eben auf echte Werte an. Das Smart Money hat reagiert. Die Big Player reagieren. Wann reagieren Sie?

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