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Gold Chart – für Ihre technische Analyse des Goldpreises

Ein Gold Chart kann wie jeder andere Preischart dazu genutzt werden, um begründete Prognosen für die künftige Preisentwicklung abzugeben, in diesem Fall also die Goldpreisentwicklung. Diese Art der Analyse des Goldpreises nennt man Chartanalyse oder auch technische Analyse. CoinInvest stellt Ihnen die gängigsten Arten von Charts vor und erklärt wichtige Grundbegriffe der klassischen Charttechnik.

Gold Chart – Linienchart, OHLC-Chart und Kerzenchart

Die meisten Finanzwebseiten zeigen Ihnen den Gold Chart entweder als Linienchart, als OHLC-Chart oder als Kerzenchart an. Der Informationsgehalt der einzelnen Chart-Typen ist sehr unterschiedlich.

Linienchart: Die Linien, nach denen der Linienchart benannt ist, ergeben sich aus der Verbindung der Schlusskurse bestimmter Handelsperioden. Häufig handelt es sich bei diesen Perioden um einzelne Handelstage. In diesem Fäll ist auch die Bezeichnung EOD-Chart üblich (EOD = End Of Day, also Ende des Tages). Verglichen mit den anderen Charts liefert der Linienchart vergleichsweise wenige Informationen. Er zeigt eben nur die Schlusskurse an. Andererseits gelten die Schlusskurse als besonders wichtig. Der Gold Chart als Linienchart lenkt also den Blick auf das Wesentliche. Auch steigende oder fallende Trends lassen sich auf einem Linienchart gut erkennen.

OHLC-Chart: Der OHLC Chart, häufig auch als Bar- oder Balkenchart bezeichnet, verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er den Eröffnungskurs (Open), den Höchstkurs (High), den Tiefstkurs (Low) und den Schlusskurs (Close) einer Handelsperiode anzeigt. Er liefert also im Vergleich zum Linienchart ein wesentlich genaueres Bild des Preisverlaufs innerhalb der Handelsperiode. Der Höchstkurs und der Tiefstkurs werden im OHLC-Chart durch eine vertikale Linie verbunden, deren Länge folglich die gesamte Schwankungsbreite des Preises anzeigt. Der Eröffnungskurs wird durch einen kurzen horizontalen Strich nach links und der Schlusskurs durch einen kurzen horizontalen Strich nach rechts dargestellt.

Kerzenchart: Der Kerzenchart ähnelt dem OHLC-Chart. Wie bei diesem sind der Höchst- und der Tiefstkurs durch eine vertikale Linie miteinander verbunden, die die Handelsspanne innerhalb der Periode anzeigt. Als zusätzliches Element enthält die Kerze den Kerzenkörper, der durch ein Rechteck auf dieser Linie gebildet wird. Die obere und untere Begrenzung des Körpers entsprechen dem Eröffnungs- und Schlusskurs der Handelsperiode. Befindet sich der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs ist der Körper „hohl“, meist dargestellt durch eine weiße oder grüne Farbe des Körpers. Befindet sich der Schlusskurs unterhalb des Eröffnungskurses ist die Kerze „gefüllt“, meist dargestellt durch eine Rot- oder Schwarzfärbung des Körpers. Weiße / Grüne Kerzen werden eher bullisch interpretiert, da sich die Käufer im Handelsverlauf als stärker erwiesen haben als die Verkäufer. Bei schwarzen / roten Kerzen verhält es sich genau umgekehrt.

Gold Chart – Trendlinien

Charttechniker „denken in Trends“. Typischerweise werden drei Arten von Trends im Gold Chart unterschieden: Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrends.

Aufwärtstrend: Ein Aufwärtstrend liegt vor, wenn sich drei oder mehr Tiefpunkte im Gold Chart in einer geraden Linie miteinander verbinden lassen und diese Linie ansteigt. Der Trend wird bestätigt, wenn der Preis wieder von dieser Linie abprallt. Er gilt als gebrochen, wenn der Kurs die Linie unterschreitet. Eine echte Bestätigung oder ein echter Trendbruch liegt nur dann vor, wenn sich der Schlusskurs oberhalb / unterhalb der Trendlinie befindet.

Abwärtstrend: Ein Abwärtstrend im Gold Chart ist definiert durch mindestens drei Preishochs, die sich in gerader und fallender Linie miteinander verbinden lassen. Bestätigung oder Trendbruch erfolgen wie beim Aufwärtstrend durch den erfolgreichen oder erfolglosen Test dieser Linie (möglichst auf Basis des Schlusskurses).

Seitwärtstrend: Der auch als Schiebezone oder Trading-Range bezeichnete Seitwärtstrend liegt vor, wenn der Goldkurs zwischen einer horizontalen unteren und einer horizontalen oberen Begrenzung hin und her pendelt. Häufig, jedoch keinesfalls immer, stellt eine Trading-Range eine ausgedehnte Pause in einem übergeordnete Auf- oder Abwärtstrend dar. Wird die Range nach oben durchbrochen, entsteht ein Kaufsignal, wird sie nach unten durchbrochen, kann man dies als Verkaufssignal werten.

Gold Chart – Formationen

Neben einfachen Aufwärts-, Abwärts- oder Seitwärtstrends bildet die Preisbewegung im Gold Chart Formationen aus, die der technische Analyst für seine Prognosen nutzen kann. Zu den wichtigsten dieser Formationen gehören die Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation sowie Dreiecksformationen.

Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS): Diese bekannte Formation kann das Ende eines Aufwärtstrends im Gold Chart markieren. Sie besteht aus drei Preishochs, von denen das erste und das dritte Hoch tiefer liegen als das zweite Hoch (daher die Analogie mit Kopf und Schultern). Die Formation gilt als bestätigt, sobald die Nackenlinie (auf Schlusskursbasis) nach unten durchbrochen wird. Die Nackenlinie wird durch eine Verbindung der Tiefpunkte zwischen den drei Hochpunkten im Gold Chart gebildet.

Inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation (inverse SKS): Diese Formation kann das Ende eines Abwärtstrends im Gold Chart anzeigen. Die inverse oder umgedrehte SKS wird durch drei Preistiefs gebildet, von denen das zweite tiefer liegt als die beiden anderen. Die Nackenlinie besteht bei der inversen SKS aus den Hochpunkten im Gold Chart zwischen den Preistiefs. Das Durchbrechen dieser Linie nach oben bestätigt die Formation.

Symmetrisches Dreieck: Das symmetrische Dreieck gilt in Auf- und Abwärtstrends als Trendfortsetzungsformation und stellt somit eine Art Pause des Trends im Gold Chart dar. Innerhalb der Formation nehmen die Ausschläge des Goldkurses nach oben und unten in etwa gleichem Maße ab, sodass die Verbindung der Preishochs und der Preistiefs die Form eines symmetrischen Dreiecks mit offener (linker) Seite annimmt. Die Formation gilt als erfolgreich bestätigt, sobald der Goldpreis das Dreieck in Richtung des übergeordneten Trends auf Schlusskursbasis verlassen hat.

Steigendes Dreieck: Das steigende Dreieck ist eine bullische Formation im Gold Chart, deren Gültigkeit einen übergeordneten Aufwärtstrend voraussetzt. Im Gegensatz zum symmetrischen Dreieck verharren die Kurshochs beim steigenden Dreieck in etwa auf demselben Niveau und bilden dadurch eine horizontale obere Grenze der Formation. Zugleich nähern sich die Kurstiefs dieser Linie immer mehr an, bis sie nach oben durchbrochen wird und der Aufwärtstrend sich fortsetzt.

Fallendes Dreieck: Wie das steigende Dreieck im Aufwärtstrend, so dient das fallende Dreieck im Abwärtstrend als Trendbestätigungsformation. Die horizontale Linie wird hier nicht durch die Preishochs, sondern durch die Preistiefs gebildet, während die Hochs sich immer weiter auf diese Linie zubewegen. Der Bruch der horizontalen Linie nach unten zeigt die erfolgreiche Bestätigung der Formation an und signalisiert die Fortsetzung des Abwärtstrends.

Hinweis: Chartformationen sind in ihrer Vorhersagekraft nicht unfehlbar. Sie geben lediglich Hinweise auf den wahrscheinlichen Kursverlauf, bieten jedoch keine absolute Sicherheit, dass aus dieser Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich Realität im Gold Chart wird.

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