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„Kontraproduktive Geldpolitik“: Big Money zurück im Gold

Das Big Money kehrt mit großen Schritten in den Goldmarkt zurück. 8,9 Milliarden US-Dollar investierten Großinvestoren 2016 bereits in das Edelmetall – mittels Minenaktien, Indexfonds und physische Reserven. Allein der Kapitalgigant BlackRock engagierte sich mit einer Milliarde US-Dollar im größten Gold-ETF der Welt SPDR Gold Trust. Und Stan Druckenmiller, George Soros und etwa 1.100 weitere Manager großer Fonds kauften 78 Millionen Anteile am weltgrößten Goldförderer Barrick Gold. Nicht von ungefähr hat Gold also zwischen Januar und März 2016 sein bestes erstes Quartal seit einigen Jahrzehnten hingelegt.

Der legendäre Star-Investor Stan Druckenmiller begründete seine Hinwendung zum Gold ganz deutlich mit der „absurden Idee von negativen Zinsen“. Sein Kollege David Einhorn machte ebenfalls die „kontraproduktive Geldpolitik“ für sein Edelmetall-Engagement verantwortlich. Sie und viele andere Fondsmanager auch spekulieren nicht bloß, sondern suchen nach einer verlässlichen Absicherung ihrer Vermögen und der ihrer Kunden. Schließlich „muss man keine Zinsen zahlen“ für Gold im eigenen Depot, so Alan Gayle, Stratege der US-Gesellschaft RidgeWorth Investment im Gespräch mit Bloomberg.

Das Barometer dreht auf Gold. Denn eine Abkehr von der inflationierenden Geldpolitik der Zentralbanken werden wir so schnell kaum erwarten können. Im Schlepptau der Politik müssen diese für niedrige Kosten der Staatsschulden sorgen. Mit Zinsen deutlich über Null würde kaum ein Staat der industrialisierten Welt noch seine Geschäftsfähigkeit aufrechterhalten können.

Doch die aktive Inflationierung wird kaum helfen die fortdauernde Finanzkrise zu überwinden. Sie wird sie allenfalls hinauszögern und ihr Gefahrenpotential erhöhen.

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